Veranstaltung: „Prozesse? Haben wir keine! –

Sinn und Unsinn von Prozessmanagement“

Spannende Einblicke beim Erfahrungsaustausch

Prozessmanagement polarisiert und löst Emotionen aus. Was für die einen ein unentbehrliches Werkzeug ist, führt bei anderen zur totalen Ablehnung. Unter diesem Motto lud Poesis Consulting am 21. Jänner 2016 ins Panoramahaus Dornbirn ein. Den über 50 Teilnehmern wurden im Rahmen der Veranstaltung Sichtweisen von Prozessexperten auf die Anwendung und den Nutzen von Prozessmanagement näher gebracht.
 
Zunächst führte Bernd Postai (Poesis Consulting) in seiner Begrüßung Gründe für die derzeit intensive Auseinandersetzung mit dem Thema an. Nicht nur mögliche Wettbewerbsvorteile spielen dabei eine Rolle, rechtliche Vorgaben sowie die Veränderung im Zusammenhang mit der Digitalisierung, wie die Entwicklung zur Industrie 4.0 erfordern die Beschäftigung mit dem Thema Prozessmanagement.

Nach der Vorstellung der Referenten und Themen durch Andreas Staudacher (Poesis Consulting) machte Rebekka Weisser (ThyssenKrupp Presta AG) mit dem Vortrag  „Wie gelingt erfolgreiches Geschäftsprozessmanagement bei der ThyssenKrupp Presta AG? Herausforderungen und Lösungen anhand von Praxisbeispielen“  den Anfang. Am Beispiel der Entwicklung des Prozessmanagements bei der ThyssenKrupp Steering stellte sie die aus ihrer Sicht wesentlichen Herausforderungen vor: Einführung, Ausrichtung, Vernetzung, Organisation.

 

Anschließend präsentierte Gernot Schubert, Global Lean Manager der Hilti AG, den Vortrag „Effizienz in Prozessen – Anwendung von Lean bei Hilti“. Gleich zu Beginn machte Schubert klar, dass Prozesse in jedem Unternehmen vorhanden sind. Daraus ergibt sich für ihn die Frage, wie man mit diesen Prozessen umgehen soll, denn eine  kontinuierliche Optimierung ist für die Weiterentwicklung eines Unternehmens notwendig. Eine (begreifbare) Vision („Nordstern“) ist auf dem Weg zur Verbesserung laut Schubert enorm hilfreich. „Lean“ bedeutet in diesem Zusammenhang weniger den Einsatz eines bestimmten Werkzeuges, sondern viel mehr eine Haltung: Alle Mitarbeiter eines Unternehmens sollten dazu den Kunden und dessen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen und laufend an einer Verbesserung der Abläufe (Bsp.: „2 seconds for lean“) arbeiten.


Nach der Pause referierte Michael Mühlegger von Swarovski über seine Erfahrungen aus der Rolle des Bereiches „Supply Chain Process Management“. Auf  der Organisationsstruktur aufbauend wurde von ihm erläutert, wie das Supply Chain Process Management bei Swarovski funktioniert.

 

 

Den abschließenden Beitrag lieferte Jörg Damboldt-Blumenstock von IBM Deutschland mit „Prozess Benchmarking und der Nutzen (?)“. Vergleiche sind keine Besonderheit, sondern viel mehr Teil unseres alltäglichen Lebens. Insofern ist es nach Damboldt-Blumenstock kein Wunder, dass ein Bedürfnis vorhanden ist, entsprechende Vergleiche zwischen Unternehmen und deren Prozessen durchzuführen. Die Dokumentation ist für Damboldt-Blumenstock ein notwendiges Werkzeug. Dokumentierte Prozesse erleichtern nicht nur das Einlernen neuer Mitarbeiter, sondern werden benötigt, um gegenüber internen sowie externen Auditoren Rechenschaft ablegen zu können.


Poesis Consulting bedankt sich an dieser Stelle recht herzlich für das große Interesse und das zahlreiche Erscheinen der Gäste sowie die sehr interessanten Einblicke durch die Referenten zum Thema: Sinn und Unsinn von Prozessmanagement.

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